Zensur und Meinungsdiktatur

Das Internet: Der Feind und Blockierer

Das „weltweite Netz“ ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, doch es ist bis ins Innerste verrottet und korrumpiert. Jetzt, wo mehr als die Hälfte der Menschheit online ist, hat das Konsequenzen.

Am 8. Februar 1996 publizierte der Mitbegründer der Electronic Frontier Foundation, John Perry Barlow, in Davos die „Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace“, ein glühendes Manifest, welches zeigt, wie viel Hoffnung man damals noch in das Internet als Hort der Freiheit und Demokratie setzte. Darin hieß es unter anderem:

„Regierungen der industriellen Welt, ihr müden Giganten aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, der neuen Heimat des Geistes. Im Namen der Zukunft bitte ich euch, die der Vergangenheit angehören, uns in Ruhe zu lassen. Ihr seid bei uns nicht willkommen. Wo wir uns versammeln, besitzt ihr keine Macht. Wir haben keine gewählte Regierung, und wir werden wohl auch keine bekommen – und so wende ich mich mit keiner größeren Autorität an euch als der, mit der die Freiheit selber immer spricht. Ich erkläre den globalen sozialen Raum, den wir errichten, als von Natur aus unabhängig von der Tyrannei, die ihr über uns auszuüben anstrebt. Ihr habt kein moralisches Recht zu regieren, noch besitzt ihr irgendwelche Methoden, es zu erzwingen, die wir wahrhaftig Grund hätten zu fürchten. (…)

Tatsächlich hat dieses Jahr 2019 ein Ausmaß an Zensur mitgebracht – die sich im heutigen Informationszeitalter vor allem in den Neuen Medien abspielt –, wie es westliche „Demokratien“ seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben. Die Technologieriesen, die mittlerweile „als Legislative, Exekutive, Justiz und Presse agieren“, wie es ein Jurist ausdrückte, bestimmen dabei weitgehend selbst, welche Inhalte in Ordnung sind und vor welchen die Bevölkerung „beschützt“ werden muss. Allerdings gehen die Techfirmen dabei oft unheilige Allianzen mit (obskuren) Regierungsstellen ein, wie wir noch sehen werden.(…)

Die fetteste Spinne im Netz dürfte zurzeit wohl Google sein. Im Februar dieses Jahres kam ans Licht, dass Google in seinem Sicherheits- und Alarmsystem Nest Secure ein geheimes Mikrofon eingebaut hatte, das nicht in den Technischen Daten aufgeführt war. Es sei ein „Fehler seitens des Unternehmens“ gewesen, ließ Google verlauten. Ist es denn auch ein Fehler, dass es sich beim Chrome-Browser von Google im Grunde um eine Spionagesoftware handelt, wie die Washington Post im Juni 2019 berichtete?

Bei Zuckerbergs Facebook fragt man sich ohne hin nach welchen Maßstäben da zensiert wird, da bleiben Berichte stehen die Haß vertreten und andererseit werden Berichte blockiert, die Fakten und Wahrheit berichten. 2019 sogar rückwirkend für Beiträge aus dem Jahr 2018.

Der Ruf nach mehr Kontrolle – also Zensur – im Internet wurde laut, nachdem sogenannte „Fake-News“ zum Thema wurden, insbesondere im Zusammenhang mit der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. Tatsächlich nutzt Google seine fast absolute Macht – neunzig Prozent aller Suchanfragen weltweit laufen über Google – gezielt zur politischen Kontrolle und Meinungsbildung.

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Die Google-Managerin Jen Gennai, gab gegenüber einer Bekannten zu, dass Google künstliche Intelligenz und Manipulation durch Algorithmen bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2020 einsetzen werde, um dafür zu sorgen, dass jemand wie Donald Trump nicht mehr an die Macht gelangen könne.

Apropos Smartphone: Auch wenn GPS und die Standorterkennung deaktiviert sind und sogar das Telefon ausgeschaltet ist, können Google und die US-amerikanische NSA (National Security Agency) immer noch exakt den Standort des Gerätebesitzers ermitteln! Dies berichtete die Times im April 2019. Die Daten werden bei Android-Geräten, iPhones und iPads, die Google Maps und andere Google Apps installiert haben, ermittelt und in einer Google-Datenbank namens Sensorvault gesammelt.(…)

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Die Verschwörung gegen „Verschwörungstheorien”

Keine Frage: Unbequeme Informations-Portale sollen im Internet mundtot oder gar finanziell ruiniert werden. So ist es sicher nicht Zufall, dass die weltweit einflussreichste Gesundheitsseite mercola.com von Google so massiv boykottiert wird. Joseph Mercola schreibt nicht nur über natürliche Heilmethoden und Nahrungsergänzungen (die er zum Teil verkauft), er prangert auch die Machenschaften der Pharmaindustrie an – und reiht sich seit Neuestem sogar in die Reihe der „Verschwörungstheoretiker“ ein: In umfangreichen (und gut dokumentierten) Artikelserien zeigt Mercola auf, wie ein Filz aus Politik, Hochfinanz, Pharmalobby und Massenmedien die Öffentlichkeit manipuliert und aus ihren körperlichen Leiden Milliardenprofite scheffelt. Wiederholt spricht Mercola von einer „Verschwörung der Eliten“. Das lesen Hunderttausende. Nun haben sich die Eliten – aus Angst – gegen ihn verschworen, denn laut der zu diesem Thema umfassendsten Umfrage, die je in westlichen Nationen gemacht wurde, glauben gemäß einer Cambridge-Studie vom November 2018 immer mehr Menschen an sogenannte „Verschwörungstheorien“. In Großbritannien sind es bereits sechs von zehn Briten. Dort hat die Glaubwürdigkeit der etablierten Leitmedien auch am stärksten Federn gelassen: 77 Prozent der Befragten vertrauen dem traditionellen Journalismus „wenig bis gar nicht“.

Erhellend, was die Befragten über konkrete Sachverhalte wie „9/11“ oder die Klimadebatte sagten: In Schweden denkt die Hälfte der Bevölkerung, dass wir von den Eliten belogen werden (52%), in den USA sind es zwei Drittel (64%), in Frankreich drei Viertel (76%) und in Ungarn sogar ganze 85 Prozent! – Und da fragen Sie sich noch, weshalb praktisch alle Massenmedien nichts von dieser Umfrage berichtet haben?

Wahrscheinlich kennen Sie auch jene Studie aus dem Jahr 2013 nicht, wonach Psychologen und Gesellschaftswissenschaftler der englischen Universität Kent den als „Verschwörungstheoretiker“ stigmatisierten Menschen mehr Vernunft attestieren als jenen, die unbesehen alle offiziellen Verlautbarungen glauben. Der Politikwissenschaftler Lance deHaven-Smith brachte es in seinem 2013 publizierten Buch Conspiracy Theory in America (auf Deutsch: Verschwörungstheorie in Amerika) auf den Punkt. Er wies nämlich auf den US-Geheimdienst als Urheber dieser verbalen Totschlagkeule hin: „Die CIA-Kampagne, mit welcher der Begriff ‚Verschwörungstheoretiker‘ populär und der Glaube an Verschwörungen zur Zielscheibe von Spott und Feindseligkeit gemacht wurde, muss leider als eine der erfolgreichsten Propaganda-Initiativen aller Zeiten betrachtet werden.“ (…)

Zum Glück nicht erfolgreich genug. Also soll das Internet, einst Hort der frei zugänglichen Information, nun auch zum Propaganda-Megaphon der Eliten werden.

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