Krieg in Europa wieder wahrscheinlich

So zumindest liest man das in einem Bericht der WAZ.

Das THW richtet sich auf Krieg oder Bürgerkrieg aus

Hattingen.  Das Technische Hilfswerk richtet sich erstmals nach Ende des Kalten Krieges wieder auf Krieg in Europa ein. Das THW Hattingen ist vorbereitet.

Die Gesellschaft ändert sich und damit stellt sich auch das Technische Hilfswerk Hattingen neu auf. „Die sicherheitspolitische Lage wird jetzt wieder so eingeschätzt, dass es auch Krieg auf europäischem Gebiet geben könnte. So richten wir uns jetzt wieder aus“, erklärt Ingo Brune, Leiter des THW Hattingen.

Die Entwicklungen der 2010er Jahre lassen die Wahrscheinlichkeit von Krieg oder Bürgerkrieg in Europa deutlich höher erscheinen. Diesem Umstand will auch das THW Rechnung tragen – und sich stärker auf den Schutz kritischer Infrastruktur fokussieren.

Nach eigenen Angaben hat das THW am 1.9. des Jahres damit begonnen, die entsprechenden Änderungen in Gang zu bringen. Grundlage für die Neuausrichtung ist die „Konzeption Zivile Verteidigung“ des Bundesministeriums des Inneren (BMI), die in ihrer letztgültigen Form im August 2016 beschlossen wurde. Das Konzept versucht sich an der Strukturierung veränderter Herausforderungen, die sich in den vergangenen Jahren im Bereich des Bevölkerungsschutzes herauskristallisiert hatten, insbesondere bei der kritischen Infrastruktur (Kritis).

In dem Konzept werde ein Rahmen vorgegeben, wie sich der Bund auf Krisensituationen vorbereiten werde. Grundlage sei das allgemeine Risiko- und Krisenmanagement. Das THW selbst als zentraler Teil der Zivilschutz-Infrastruktur hatte bereits Anfang 2015 ein erstes Rahmenkonzept diskutiert, wie die Einsatzfähigkeit des THW in den Bereichen Logistik und Kritis ausgebaut werden könnte.

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Notinstandsetzung und Notversorgung könnten bedeutsamer werden als Bergung

Dass explizit auch Krieg in Europa als möglicher Einsatzfall definiert wird, ist das erste Mal seit Ende des Kalten Krieges.

Stand bislang die Bergung infolge von Gefahren wie Stürmen, Extremwetter, Dürren, Erdbeben, Unfällen oder Epidemien im Vordergrund, spielen nun Systemversagen oder die Folgen von Kriegsereignissen, Terrorismus, Sabotage und Cyberattacken eine immer größere Rolle. Dies habe auch Konsequenzen im Bereich der Organisation, so Ingo Brune:

„Unsere zweite Bergungstruppe wird jetzt in die neue Fachgruppe Notinstandsetzung und Notversorgung umgewandelt.“

Quellen

„Konzeption Zivile Verteidigung“

(1) und (2) 

 

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