Anleitung zum Denunzieren – Hexenhammer 2.0

Folgenden trefflichen Text habe ich bei „Tamara“ gefunden. Ihre Ausführungen finde ich sehr gut und ihre Federführung exzellent. Deshalb möchte ich Dir, lieber Leser, diese Ausführungen nicht vorenthalten:

ddbNews Christian

Anleitung zum Denunzieren – Hexenhammer 2.0

Sicher ist es Euch nicht entgangen, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz ein Hinweistelefon zum Denunzieren Andersdenkender eingerichtet hat, in dem die Mitbürger aufgefordert werden, sämtliche „rechten“ Vorgänge aus ihrer Umgebung zu melden. Dieses „Hinweistelefon“ will man uns als „Werkzeug zur Extremismus- und Terrorismusbekämpfung“ verkaufen. Wer‘s glaubt, wird selig.

 

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Der Hexenhammer – Malleus maleficarum

Das erinnert mich an die sehr finsteren Zeiten des Mittelalters. Damals, wir schreiben das Jahr 1487, gab es ein böses Buch. Ein Buch, das unendlich viel Leid über die Menschen der damaligen Zeit brachte. Es hieß „Der Hexenhammer“. In diesem Buch, geschrieben vom Dominikanermönch Heinrich Kramer, ging es um das sogenannte „Hexenverbrechen“.

Im ersten Teil des Buches wollte Kramer den Nachweis erbringen, dass es Hexen gibt und dass diese Verbrechen begehen. Im zweiten Teil führt er aus, was diese Hexen alles Schlimmes und Böses tun und begründete dies anhand von zweifelhaften Beispielen, die er aus Foltergeständnissen bezog. Der dritte Teil dieses grauenhaften Machwerkes ist eine detaillierte Anleitung, wie man die Hexenprozesse durchzuführen hat.

Die Hexen wurden damals für sämtliches Unbill, Naturkatastrophen, Seuchen etc. als Sündenböcke angesehen. Die Menschen wussten noch nicht so viel, sie waren aber- und gut gläubig und versuchten sich eben so, manche Dinge zu erklären und glaubten den Lügen der Kirchenführer bzw. der Inquisitoren. Natürlich auch, weil sie Angst hatten. Die Kirche hat mit der Angst der Menschen gespielt und sie als Machtinstrument gegen sie eingesetzt. Der Hexenwahn breitete sich in Deutschland schnell aus und bald lag, begünstigt durch den Buchdruck, in jedem Kloster, Fürstenhaus und in jeder Universität ein Exemplar dieses Hexenhammers. Leider ist dies eine der finstersten Zeiten der Kirchengeschichte.

Finstere Zeiten auch heute

Die Menschen damals wurden angehalten, ihre Nachbarn, Familienangehörigen und Freunde zu überwachen und bei den Kirchenführern anzuzeigen bzw. zu denunzieren. Alles, was ihnen verdächtig vorkam, wurde zur Anzeige gebracht. Selbst die lächerlichsten Lappalien wurden angezeigt. Heinrich Kramer drängte die Menschen dazu, schon die kleinsten „Auffälligkeiten“, wie zum Beispiel einen „bösen Blick“ zu melden. Die Menschen wurden eingeschüchtert. Und für manche war es auch praktisch, konnte man doch somit auch unliebsame Menschen bequem wegschaffen und sich selbst in ein gutes Licht rücken. Es entstand ein Klima der Angst und Unfreiheit, des Misstrauens, der Verfolgung und des Schreckens. Jeder verdächtigte jeden.

So etwas will man also heute auch wieder haben? Wird es bald ein ähnliches Buch geben, wie diesen Hexenhammer? Vielleicht den „Rechten-Hammer“? Eine Anleitung zum Erkennen der bösen Rechten und wie man sie erfolgreich wegschaffen kann?

Wo bleibt der Aufschrei in der Bevölkerung? Es sind gut 500 Jahre vergangen seit dieser finsteren Zeit und wir sollten doch eigentlich so viel weiter an Wissen, Erkenntnis und an Erfahrung sein, als die Menschen der damaligen Zeit. Und was machen wir damit? Haben wir nichts gelernt? Lassen wir uns wieder wie unwissende, wie aber- und gutgläubige Schafe aus- und gegeneinander treiben und in den Untergang führen?

Das muss man sich einmal bewusst machen: Von Regierungsseite höchst offiziell werden die Bürger eines Landes, eines Volkes, dazu angehalten, ihre Mitbürger, Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde und Familienangehörige zu überwachen und zu denunzieren.

Was ist das für ein Land, in dem das Denunziantentum zur Staatsdoktrin erhoben wird?

 

Quelle: https://tbreitschneider.home.blog/2019/11/01/anleitung-zum-denunzieren-hexenhammer-2-0/

 

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