Zweierlei Menschenrecht???

Zwei gegenläufige Menschenrechtserklärungen

Eine ist verankert im Christentum, eine im Islam

Im Gottes-, Menschen- und Weltbild, das in der Theologie und Ethik im Christentum und im Islam vermittelt wird, spiegeln sich die grundlegenden Werte für das individuelle und kollektive Leben der Menschen, unabhängig von Ort und Zeit. Diese Werte haben – wie bereits oben angedeutet – in beiden Religionen eine universale Dimension. Naturgemäß haben auch die Menschenrechte einen universalen Charakter. Zumindest sollten sie es haben.

UN – Menschenrechtserklärung

Die in der UN-Deklaration formulierten Menschenrechte sind auszugsweise:

  • Freiheitsrechte wie z. B. das Recht auf Glaubensfreiheit, Gewissensfreiheit, Weltanschauungsfreiheit;
  • Gleichheitsrechte: Diskriminierungsverbote, Eigentums- und Besitzrechte;
  • Recht auf Frieden, auf Entwicklung, auf die „Bewahrung der Schöpfung“.

Die UN-Menschenrechtserklärung ist unterschiedslos bezogen auf alle Menschen der Welt, auf alle Völker der Erde.

Die universellen, unveräußerlichen und unteilbaren Menschenrechte sind in der UN-Menschenrechtscharta von 1948 umschrieben. Die Charta war die Antwort der Vereinten Nationen auf die Erfahrungen mit dem totalitären Nationalsozialismus.

 

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Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam

Die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“ wurde 1990 von den 57 Mitgliedsstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) beschlossen. Die Erklärung wird als islamisches Gegenstück zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (1948) gesehen. In der Kairoer Erklärung werden zwar zahlreiche Termini und Formalia der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1990 nahezu wortgleich übernommen. Doch bei fast jedem Verweis auf die Menschenrechte macht die Kairoer Erklärung die Einschränkung: Die Rechte und Freiheiten dürfen nur im Einklang mit der Scharia ausgeübt werden.

In Artikel 25 wird expressis verbis festgehalten: Die Scharia ist die „einzige zuständige Quelle für die Auslegung oder Erklärung jedes einzelnen Artikels dieser Erklärung“. Sie ist nach Vorstellung der Kairoer Menschenrechtserklärung der einzige Maßstab für Inhalt und Umfang der allgemeinen Menschenrechte.

In der „Kairoer Erklärung“ wird entsprechend auch die Führungsrolle der islamischen Gemeinschaft betont. Hans Zirker, deutscher Theologe, emeritierter Professor für Katholische Theologie und ihre Didaktik stellt zudem fest: Über „das individuelle Selbstbestimmungsrecht in Fragen von Religion, Glaube, Weltanschauung“ finde sich in der Kairoer Erklärung nichts. Selbstbestimmungsrecht sei der muslimischen Tradition fremd.

In 29 islamischen Staaten ist eine islamische Scharia die einzige Quelle oder Hauptquelle des Rechts. In weiteren 26 Staaten ist sie Teil des Zivilrechts.

Unabhängig von zahlreichen Koranaussagen ist allein schon durch die „Kairoer Erklärung“ die islamische Rede von der gleichen Würde, von der Gleichheit und der Gleichwertigkeit ausnahmslos aller Menschen in der Gesamtheit der Rechte und Verantwortungsbereiche de facto als inexistent zu betrachten. Daher kann man sagen: Im Islam sind bereits die verschiedenen Formen von Apartheid angelegt:

Menschheits-Apartheid (Muslime/Nichtmulime),

Geschlechter-Apartheid (Mann/Frau),

Religions-Apartheid (Gläubige/Ungläubige)

So wird zwar die Gleichheit von Männern und Frauen bzgl. ihrer Würde im Islam postuliert, keineswegs jedoch im Blick auf ihre Rechte.

(Beispiele: Kein Recht auf Wahl des Lebensstandes und auf Wahl des Ehepartners – Recht des Mannes auf sexuelle Nutzung der Frau – Verstoßen der Frau und Frauentausch – minderer Status der Frau als Zeugin – Benachteiligung der Tochter im Erbrecht – christliche Frauen dürfen zwar einen Muslim heiraten, ihren Glauben aber nicht an ihre Kinder weitergeben; mit anderen Worten: Mindere Rechtsstellung der Frau.).

  • Die Überlegenheit des Mannes gegenüber der Frau wird festgestellt.
  • Es gibt den Unterschied von Sklaven und Freien.
  • Das Werben, Missionieren für eine andere Religion als den Islam ist in manchen Ländern mit islamischer Staatsreligion ein mit Höchststrafe sanktionierter Straftatbestand.
  • Religiöse Freiheit heißt: Nichtmuslime können ihre Religion wechseln, keineswegs jedoch Muslime. Apostasie vom Islam bedeutet für „Abtrünnige“ höchste Lebensgefahr.
  • Die Meinungs- und Redefreiheit wird auf jene Meinungsäußerungen beschränkt, die dem muslimischen Recht nicht widersprechen.
  • Ehrenmorde, weibliche Genitalverstümmelung, Steinigungen, Hinrichtungen, Extremismus, Folterungen sowie andere unmenschliche Praktiken sind die Folge islamischer Rechtspraxis.

Die Scharia, die auch die alltäglichsten, unbedeutendsten Verrichtungen bis in die intimsten Lebensbereiche hinein regelt, widerspricht auch der Europäischen Menschenrechtskonvention (1953) sowie dem deutschen Grundgesetz. Dennoch breitet sie sich klammheimlich oder auch ganz offen in bestimmten Ländern Europas aus, darunter auch in unserem Land.

Unter Missachtung der deutschen Gesetzgebung installiert sie ein eigenes Rechtssystem mit der Folge des Entstehens ethisch-religiöser Parallel-, Sub- und Gegengesellschaften, in denen Gewalttäter und Feinde der Demokratie Unterschlupf finden.

Es wären also jegliche Versuche abzuwehren, unserer Gesellschaft islamische Normen aufzuzwingen, die unserer Gesetzgebung und unseren Wertvorstellungen widersprechen.

Warnend soll folgendes Wort in unseren Ohren klingen, insbesondere aber in den Ohren aller „leichtgläubigen“ politischen, gesellschaftlichen, auch kirchlichen Verantwortungsträger: „Wo die Scharia regiert, haben Nichtmuslime alles Recht verloren.“

 

Quelle und mehr

ddbNews Christian