Spürst Du noch etwas?

Kennst Du das auch? Seit 2015 hören wir täglich schlimmste und schauerlichste Nachrichten über Vergewaltigungen, bestialische Messermorde, Menschen, die aufs Gleisbett gestoßen werden oder abgeschlachtet werden mit Macheten. Wir lesen immer die gleich- oder ähnlich lautenden euphemistischen Schlagzeilen von „Männern“, die dies oder jenes getan haben und wissen doch genau, wer sich hinter diesen „Männern“ meist verbirgt. Wir kennen mittlerweile die Codierung und lesen zwischen den Schlagzeilen.

 

 

Man will uns weiter glauben machen, es handele sich bei diesen schrecklichen Taten jeweils nur um Einzelfälle. Ich kann dieses Wort nicht mehr hören. Es macht mich aggressiv. Es ist jedes Mal aufs Neue ein Schlag ins Gesicht all derer, die selbst Opfer einer Politik der sperrangelweit geöffneten Grenzen geworden sind und auch derer, die genau wissen, dass eben all diese Einzelfälle ein Gesamtbild ergeben und eben mitnichten Einzelfälle sind. Man will diese grauenhaften Verbrechen von Menschen, die größtenteils keine Flüchtlinge, sondern Wirtschaftsmigranten aus einem ganz anderen Kulturkreis sind und die sich eine „Flucht“ leisten konnten und die sich niemals werden integrieren wollen, weiterhin bagatellisieren. Und es macht mich wütend, dass man dies tut. Wütend und hilflos macht es mich. Ich verstehe nicht, was hier läuft und warum von Seiten der Journaille und der allermeisten Politiker keiner endlich offen ausspricht, was ist. Weiterhin wird negiert, was doch glasklar und offensichtlich ist und was wir, die wir von den Gutmenschen als „Rechte“ verunglimpft werden, schon längst erkannt haben. Es herrscht Krieg. Krieg gegen die Eigenen. Und dieser Krieg findet an zwei Fronten statt. Einmal von Seiten der Regierenden und ihrer Helfershelfer, der Journaille, den Kirchen, Gewerkschaften und einmal von Seiten der Fremden, die in unser Land strömen und sich mit schrecklicher Brutalität das nehmen, was sie wollen. Ohne Rücksicht. Und sie bekommen es. Sie können sich scheinbar alles erlauben. Alles wird ihnen nachgesehen mit der Pauschal-Entschuldigung, sie seien ja traumatisiert oder psychisch erkrankt. Seltsamerweise gilt diese General-Amnestie nur und ausschließlich für sie.

Was das Schlimmste an dieser Sache ist, dass ich an mir selbst merke, dass diese täglichen Horrormeldungen immer mehr an mir abprallen. Ich stelle fest, dass ich diese Schlagzeilen jeden Tag aufs Neue fassungslos lese, zur Kenntnis nehme und natürlich entsetzt bin ob der Brutalität der Taten. Aber ich merke auch, wie sie auf eine seltsame Art an mir und meinem Herzen abprallen immer mehr. Es ist wohl eine Art Selbstschutz. Ansonsten würde man verrückt werden. Ein Abwehrmechanismus, der sich in Gang setzt, weil wir an all dem ansonsten kaputt gehen würden. An all dem Schmerzlichen, dem Leid der Opfer und Angehörigen, der Trauer, der Bösartigkeit und Niedertracht. Und das erschreckt mich. Ich will nicht wie die Politiker werden, die nach solchen schlimmen Ereignissen wie Zombies ihre Phrasendreschmaschine anwerfen und ihre immer gleichen Phrasenfragmente aus dem Kondolenzkatalog emotionslos herunterleiern. So möchte ich nicht werden. Ich möchte, dass jedes einzelne Opfer die ehrliche Trauer von Herzen bekommt, die ihm zusteht. Ich finde, das ist das Mindeste, was man noch tun kann.

Und das nimmt man dem Opfer, den Angehörigen und auch uns, weil es immer so weiter geht. Weil auf die eine Tat schon kurz darauf die Nächste folgt. Weil nichts, aber auch gar nichts, dagegen unternommen wird. Weil man in einen Aktionismus verfällt, die Überwachung weiter ausbauen und sonstige Pseudo-Maßnahmen ergreifen, aber nicht die eigentliche Ursache benennen will. Man lässt es einfach laufen. Das ist perfide und böse! Solange man die Dinge nicht benennt, solange kann man sie nicht beseitigen. Es geht immer so weiter. Jeden Tag neue abscheuliche Verbrechen – bis es zu einer schrecklichen, allgegenwärtigen Gewohnheit und Alltäglichkeit geworden ist. Eine Gewohnheit, die zur Gewöhnung führt. Wer kann das noch verkraften? Wer kann das noch ertragen? Wo soll das hinführen?

Ich will nicht zu einem emotionslosen Wesen werden. Dann hätten sie es wirklich geschafft. Denn ein Mensch, der nichts mehr spürt, der kämpft auch nicht mehr. Er lässt alles geschehen. Mit sich, mit anderen. Er hat sich selbst verloren. Spürt sein Herz nicht mehr. Und er hat auch für andere kein Herz mehr. Es entsteht eine herzlose Gesellschaft. Möchten wir das? Wir sind auf dem besten Wege dorthin.

Man hat nur dann ein Herz, wenn man es für andere hat.“ (Friedrich Hebbel)

Quelle: https://tbreitschneider.home.blog/2019/08/01/spurst-du-noch-etwas/

 

ddbNews Christian

 

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