Die Nato rüstet sich für Kriege im Weltall

Seit gestern geistern die Nachrichten über alle Portale der Medien. Gegen wen will die Nato denn im Weltall kämpfen, wer ist der Feind ? Wir versuchen das zu klären.

Die Zeit:

Nato bereitet sich für Kriege im Weltraum vor

Das Militärbündnis hat beschlossen, das All zu einem eigenständigen Operationsgebiet zu erklären. Waffen sollen zunächst aber nicht stationiert werden.

Die Nato stellt sich auf mögliche Kriege im Weltraum ein. Die 29 Bündnisstaaten haben beschlossen, das All zu einem eigenständigen Operationsgebiet zu erklären. Das geht aus Informationen der Deutschen Presse-Agentur hervor. Die Entscheidung soll an diesem Mittwoch bei einem Treffen der Außenministerinnen und -minister offiziell bekannt gegeben werden.

Konkret könnte der Beschluss der Nato bedeuten, dass mögliche Angriffe aus dem Weltraum künftig als Bündnisfall behandelt werden – also so wie bislang Angriffe am Boden oder im Luft-, See- oder Cyberraum. Das Bündnis soll zudem zu einem Schlüsselforum für den Austausch von Fähigkeiten und Informationen werden – ohne dabei allerdings selbst den Einsatz von Weltraumwaffen zu unterstützen oder diese sogar zu entwickeln.

„Die Nato hat nicht die Absicht, Waffen im Weltraum zu stationieren, aber wir müssen sicherstellen, dass unsere Missionen und Operationen die passende Unterstützung haben“, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg kurz vor dem Beschluss in Brüssel. Das All sei zum Beispiel für Frühwarnsysteme, die Kommunikation und die Navigation von entscheidender Bedeutung.

Deutschlandfunk schreibt:

Die Nato bereitet sich auf Angriffe aus dem Weltraum vor.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben die 29 Bündnisstaaten beschlossen, das All zu einem eigenständigen Operationsgebiet zu erklären. Die Entscheidung solle morgen bei einem Außenministertreffen in Brüssel offiziell bekannt gegeben werden, heißt es. Konkret könnte der Beschluss der Nato bedeuten, dass mögliche Angriffe aus dem Weltraum künftig als Bündnisfall behandelt werden – also so wie bislang Angriffe am Boden oder im Luft-, See- oder Cyberraum.

Nach der scharfen Kritik des französischen Präsidenten Macron an der Nato – er hatte sie als „hirntot“ bezeichnet – will die BRD die Mechanismen der Zusammenarbeit überprüfen lassen. Außenminister Maas plant, bei dem morgigen Treffen die Einsetzung einer Expertenkommission vorzuschlagen. Das Gremium soll von Generalsekretär Stoltenberg geleitet werden und den Auftrag erhalten, Wege zu einer besseren politischen Abstimmung im Bündnis zu erarbeiten.

Der Spiegel schreibt:

Neue Strategie beim Militärbündnis Nato rüstet sich für Kriege im Weltraum

Die Konflikte der Zukunft werden wohl auch im All entschieden – zum Beispiel durch Angriffe auf Satelliten oder die Stationierung von Waffen in einer Erdumlaufbahn. Die Nato bereitet sich mit einer Weltraum-Strategie vor.

„Es ist wichtig, dass wir auch im Weltraum wachsam sind“ – so drückt es Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg aus. Das Militärbündnis will deswegen bei einem am Mittwoch beginnenden Verteidigungsministertreffen seine erste Weltraum-Strategie verabschieden. Darin soll es unter anderem darum gehen, die Nato für ihre Mitglieder zu einem Schlüsselforum für den Austausch von Fähigkeiten und Informationen in diesem Bereich zu machen.

Zuletzt hatten die Nato-Mitglieder 2016 die Datennetzwerke zum eigenständigen Einsatzgebiet erklärt, um sich besser gegen Hackerangriffe, die Stromnetze oder Kommunikationstechnik lahmlegen, wappnen zu können.

Dass der Weltraum zum Operationsgebiet erklärt wird hätte nach Angaben von Diplomaten unter anderem das Ziel, den technologischen Vorsprung der Nato-Staaten vor anderen Ländern – insbesondere Russland und China – zu wahren und die Infrastruktur im Orbit zu schützen. Die Satellitenkommunikation spielt nicht nur für das Militär, sondern auch für das zivile Leben eine zentrale Rolle und könnte, das befürchtet die Nato, in künftigen Kriegen früh ins Visier von Gegnern geraten.

Die WELTschreibt:

Kriege im Weltraum? Die Nato will sich wappnen

Der Weltraum sei „unentbehrlich für die Verteidigung und Abschreckung der Allianz“, sagte Nato-Generalsekretär Stoltenberg. Aber was heißt das – der Weltraum als Einsatzgebiet?

Am Dienstag hatte Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel gesagt, er erwarte, dass die Außenminister der Militärallianz am Mittwoch „den Weltraum als Operationsbereich“ neben den bisherigen Einsatzbereichen Luft, Land, See und Cyberspace anerkennen. Der Weltraum sei „unentbehrlich für die Verteidigung und Abschreckung der Allianz“.

Das Hacken und Stören von Satelliten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Bündnis-Vertreter verweisen darauf, dass Länder wie China und Russland Möglichkeiten zur Beeinträchtigung oder gar Zerstörung von Satelliten getestet haben. Im Oktober 2017 kam ein russischer Satellit einem französisch-italienischen Satelliten für militärische Kommunikation auffällig nahe. Paris bezichtigte Moskau daraufhin der Spionage.

Stoltenberg verwies darauf, dass derzeit rund 2000 aktive Satelliten die Erde umkreisten. „Rund die Hälfte gehören Nato-Ländern“, sagte der Generalsekretär. Sie müssten geschützt werden. Die Nato habe aber „nicht die Absicht, Waffen in den Weltraum zu bringen“.

Die Nato hatte zwischen den 1970er- und den 1990er-Jahren mehrere Satelliten für militärische Kommunikation ins All geschickt. Inzwischen verzichtet das Bündnis aber auf eigene Kapazitäten im Weltraum und nutzt Satelliten der Nato-Mitgliedstaaten.

USA und Frankreich setzen verstärkt auf militärische Präsenz

Stoltenberg wollte sich vor diesem Hintergrund nicht zur Zusammenarbeit mit Nato-Ländern wie den USA oder Frankreich äußern, die verstärkt auf militärische Präsenz im Weltall setzen. So hat US-Präsident Donald Trump im August ein eigenes militärisches „Weltraumkommando“ aus der Taufe gehoben. Es soll laut Trump sicherstellen, dass die Dominanz Amerikas im Weltraum nie bedroht werde.

Im Jahr 2016 hatte das Bündnis bereits den Cyberspace neben den traditionellen Einsatzbereichen Luft, Boden und See zum eigenständigen Operationsgebiet erklärt. Hacker-Angriffe können seitdem auch den Bündnisfall auslösen.

T-onlineschreibt:

Nato wappnet sich für Kriege im Weltraum

Die 29 Staaten des Verteidigungsbündnisses Nato bereiten sich für kriegerische Auseinandersetzungen im Weltraum vor. Die Entscheidung soll an diesem Mittwoch bei einem Außenministertreffen offiziell bekannt gegeben werden.

Das die Welt schreibt:

Stoltenberg wollte sich vor diesem Hintergrund nicht zur Zusammenarbeit mit Nato-Ländern wie den USA oder Frankreich äußern, die verstärkt auf militärische Präsenz im Weltall setzen.

aber dennoch in anderen Portalen immer von 29 Mitgliedern des Verteidigungsbündnisses die Rede ist, kann man nur als widersprüchlich bewerten. Will Stoltenberg nun also mit Frankreich und den USA kooperieren, beide sind ja Nato Mitglied, oder ohne  ? Spaltet sich hier gar die Nato auf und gibt es europäische Alleingänge ohne Frankreich?

Und wie soll es Kriege ohne Waffen geben, bei denen es zum Bündnisfall kommen könnte?

„Die Nato hat nicht die Absicht, Waffen im Weltraum zu stationieren, aber wir müssen sicherstellen, dass unsere Missionen und Operationen die passende Unterstützung haben“, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag kurz vor dem Beschluss in Brüssel.

Unterstützung durch wen, wenn die USA und Frankreich bereits eigene Wege gehen und   Stoltenberg offenbar eine Zusammenarbeit nicht in Erwägung zieht, zumindest derzeit.

Der Spiegel schreibt von Waffen im Weltall, andere Portale , wie die Zeit ,verneinen dies:

Spiegel:

„Die Konflikte der Zukunft werden wohl auch im All entschieden – zum Beispiel durch Angriffe auf Satelliten oder die Stationierung von Waffen in einer Erdumlaufbahn.“

Die Zeit:

„Die Nato hat nicht die Absicht, Waffen im Weltraum zu stationieren“

 

Was genau planen die da oben, was wird uns hier verschwiegen? Die Berichte sind widersprüchlich und intransparent.

Beginnt der nächste große Krieg im Weltraum? Mit oder ohne Waffen ?Die BRD und die anderen Nato-Partner bereiten sich auf das lange Undenkbare vor. Militärexperten in den USA sprechen bereits von der Gefahr eines neuen Pearl Harbor, also eines vernichtenden Überraschungsangriffs wie im zweiten Weltkrieg durch Japan. Jetzt will die Nato reagieren, bzw. vorbereitet sein: Noch in diesem Jahr will sie den Weltraum zum eigenständigen Operationsgebiet erklären. Eine der Konsequenzen wird nach Informationen der Redaktion die Abschreckung  im All sein: Ein Angriff auf Satelliten eines Nato-Partners würde also unter Umständen den Bündnisfall nach Artikel 5 des Nato-Vertrags auslösen – und könnte, wie bei Attacken auf der Erde, zum Krieg führen.  Die 70 Jahre alte Allianz,  beschließt es an diesem Mittwoch. Beim Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel werden die vormalige BRD  Kriegs -Ministerin Ursula von der Leyen (CDU), jetzt AKK und ihre Kollegen zunächst  die Grundsätze der neuen und bislang als streng vertraulich behandelten Weltraumstrategie beschließen. Wir sind gespannt und werden die Angelegenheit genaustens verfolgen.

 

 ddbNews Red.

 

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